Indien

Indien

Das Wichtigste auf einen Blick – Infos zu Indien

1. In welchem Land hast du famuliert? Name und Kontaktdaten der Organisation?

Land: Indien Organisation: Padhar Hospital, Dist. Betul, Madhya Pradesh 460005 India
Ansprechperson: Deepa Choudhrie, deepachoudhrie@gmail.com

2. Wie lange haben deine Vorbereitungen in Anspruch genommen? Was musstest du vorher alles organisieren?

Eigentlich gab es kaum etwas zu organisieren. Ich nahm knapp acht Monate vor der Famulatur das erste Mal Kontakt mit dem Krankenhaus auf und bekam innerhalb weniger Stunden eine Zusage. Die für Indien benötigten Impfungen (Hep A, Typhus, Tollwut etc.) hatte ich alle schon von früheren Reisen. Am meisten herumgeplagt habe ich mich tatsächlich mit dem Visum.

3. Wird ein Visum benötigt? Wenn ja, wie teuer?

Für Indien gibt es ein E-Visum, das man online beantragen kann und das ca. 40€ kostet. Allerdings ist bei mir beim ersten Versuch der Visumsantrag abgelehnt worden, sodass ich es erneut mit denselben Daten versuchte, was dann zum Glück funktioniert hat (so habe ich allerdings insgesamt 80€ für das Visum gezahlt). Daraus habe ich gelernt: immer erst ums Visum kümmern, bevor man den Flug bucht! Leider sind Probleme mit dem E-Visum nicht selten.

4. Probleme mit Spenden und dem Zoll/der Fluggesellschaft? Tipps?

Kuwait Airlines war auf dem Hinflug eine sehr verlässliche und empfehlenswerte Fluggesellschaft (ich habe für den Flug München nach Mumbai und zurück nur 440€ bezahlt). Von Mumbai weiter nach Nagpur ging es mit IndiGo (für knapp 40€), die eigentlich nur 15kg Gepäck erlauben, aber wenn man lieb fragt, sollen auch ein paar Kilo mehr kein Problem sein. Leider wurde mein Rückflug mit Kuwait Airways wegen des Corona Virus gecancelt, sodass ich relativ spontan einen neuen Flug mit Qatar Airways buchen musste (es gibt eine direkte Verbindung von Nagpur nach Doha, sodass ich auf dem Rückflug nur einmal umsteigen musste).

5. Welche Sprache(n) sind ein Muss? Gab es Übersetzer vor Ort?

Englisch sollte auf jeden Fall sitzen! Die Patienten können leider kaum bis kein Englisch, ein paar Worte auf Hindi sind ganz praktisch, aber das lernt man schnell vor Ort (zumindest Sachen wie „Mund aufmachen“ und „Schmerz“). Die Ärzte haben aber immer für uns übersetzt oder zusammengefasst.

6. Was waren deine Aufgaben in dem Projekt? Welche Behandlungsstationen hast du durchlaufen?

Zahnmedizinisch gab es außer Extraktionen, ein paar PZRs und PA Behandlungen wenig zu tun. Ich war vor allem in der MKG, wo ich bei OPs assistieren durfte, nähen durfte, auf Visite und in der Sprechstunde dabei war.

7. Wie viel Geld hast du für welche Dinge ausgegeben (kurze Kostenübersicht)?

Das Leben in Indien ist sehr günstig. Der Aufenthalt im Guest House kostet pro Nacht im Schlafsaal (in dem ich allerdings alleine war) mit eigenem Bad und drei Mahlzeiten (und natürlich Chai!) 1000 Rupien pro Nacht (ca. 12€), das waren für die knapp sechs Wochen insgesamt 500€. Für Ausflüge, Snacks etc. habe ich zusätzlich noch ca. 150€ ausgegeben.

8. Generelle Tipps für zukünftige Bewerber? Was hättest du vor Deiner Reise besser gewusst?

Wenn die MKG euch nicht besonders interessiert, habt ihr anderswo mehr Freude an eurer Famulatur, wenn aber doch, kann ich das Padhar Hospital wärmstens empfehlen!