Nepal

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Das Wichtigste auf einen Blick – Infos zu Nepal

Erste Zusammenfassung

1. In welchem Land hast Du famuliert? Name und Kontaktdaten der Organisation?
Ort: Nepal, Kathmandu
Organisation und Kontakt:
Nepal, Dhulikhel Hospital – Kathmandu University
Ansprechpartner in Nepal:
Dr. Dashrath Kafle
E-Mail: dashrath07@yahoo.com

2. Wie lange haben Deine Vorbereitungen in Anspruch genommen?
Einige Studenten haben sich drei Monate auf den Aufenthalt vorbereitet. Zur Vorbereitung gehört u. a. das Sammeln von Spenden, Sprachkenntnisse erlernen und Fahrtkostenzuschüsse beantragen. Durch Corona: Stapelweise Dokumente organisieren. PCR-Test, Impfbescheinigungen, Reisekrankenversicherung inkl. Rückholung, Qurantänerklärung, Wohnungsgeber- und Praktikumsgeberbescheinigungen und natürlich ein Visum. Ansonsten haben die Vorbereitungen ca. ein 3/4 Jahr gedauert. Am längsten hat sich dabei noch die Spendenakquise gezogen.

3. Wird ein Visum benötigt? Wenn ja, wie teuer?
Ja. Die Famulanten haben vor der Reise über die nepalesische Botschaft in Berlin ein Visum beantragt. Dies kostet für 90 Tage 105 USD und wurde innerhalb von zwei Wochen ausgestellt. Es besteht auch die Möglichkeit das Visum direkt am Flughafen von Kathmandu zu beantragen.
Man benötigt Stand 2021 ein Visum. Dieses ist normalerweise als Visa-on-Arrival am Tribhuvan Airport erhältlich. Regulär gibt es das Visa zum gleichen Preis von 120€ in Berlin in der Botschaft. Sollte man nicht persönlich hingehen wollen kommt aber noch der Versand/Kurier hinzu.

4. Probleme mit Spenden und dem Zoll/der Fluggesellschaft? Tipps?
Hier gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Vielleicht bereist ihr vorher/nacher auch noch andere Länder.
Die Famulanten hatten sehr viele Spenden dabei. Die Fluggesellschaft Emirates hat ihnen auf Anfrage zusätzliches Gepäck genehmigt und der Zoll hat ebenfalls keine Probleme bereitet. In jedem Fall vorher bei der Fluggeselllschaft nachfragen.

5. Welche Sprache(n) sind ein Muss? Gab es Übersetzer vor Ort?
Mit Englisch kommt man sehr weit. Aber die Ärzte übersetzen auch Nepali für die Famulanten. Desto weiter es Land ein geht, ist ein Übersetzer ein muss, da die älteren Menschen kein Englisch sprechen. Faculty und Interns in Dhulikhel sprechen perfektes Englisch; die gesamte Lehre im Studium wird nämlich auf Englisch gehalten. Die meisten anderen jungen Leute können, in unterschiedlicher Ausprägung, ebenfalls Englisch, Leute mittleren Alters eher selten. In der Klinik ist aber eine Person, die für einen bei Bedarf dolmetschen kann, immer nah.

6. Was waren deine Aufgaben in dem Projekt?
In Nepal arbeitet man in der Regel von Sonntag bis Freitag. Die Famulanten wurden aber für das ganze Wochenende freigestellt und hatten so auch während der Famulatur Zeit das Umland zu entdecken.
Die Zahnklinik des Hospitals hat die Famulanten mit ihrer Modernität und guten Ausstattung überrascht. Vor Ort sind sechs Bereiche vorhanden: die Oral Medicine, die von jedem Patienten einen Befund aufnimmt und dann in die jeweiligen Fachbereiche (Konservative ZHK, Kinderzhk, Oralchirurgie/ Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, Prothetik und Kieferorthopädie) verteilt. Die Famulanten haben sich aufgeteilt und somit nahezu jeden Teilbereich kennengelernt. Sie durften auch selbstverantwortlich Patienten behandeln. Bei Fragen wurde ihnen immer sofort geholfen.
Das Hospital hat viele Outreachcenter. Die Famulanten durften auch einmal mitfahren. Diese Zentren werden regelmäßig besucht und es sind jeweils Humanmediziner und Zahnmediziner dabei. Dort werden die Notversorgungen durchgeführt, für die Menschen, die in schwer zugänglichen Bereichen leben und sehr lange zum Krankenhaus brauchen würden. Vor Ort konnten viele Zähne gezogen und somit auch viel praktische Erfahrung gesammelt werden.

7. Wie viel Geld hast Du für welche Dinge ausgegeben (kurze Kostenübersicht)?
Unterkunft/Verpflegung im Guesthouse des Hospitals: ca. 800Rp (ca. 8,00 €)/Zimmer
Der Betreiber dieses Hostels ist Min Lama (lamaabinash@yahoo.com)
Wasser kostet 30 – 50 Rps. (ca. 0,50 €). Die Busse sind generell sehr günstig.
Flug: ca.500€
Visum: ca. 120 Euro
Nepal hat relativ geringe Lebenshaltungskosten. Ein Essen in der Cafeteria der Klinik kostet ca. 0,50€, ein üppiges Essen in einem guten Restaurant in Dhulikhel 2€-4€.
Genussmittel wie Alkohol aber selbst Schokolade sind dahingegen merklich teurer als in Deutschland.
Sollte man Trekken gehen, dann werden alle Produkte mit zunehmender Entfernung zur Zivilisation teurer. In Thorong Phedi kostet ein Tee das 20 fache im Vergleich zum Kathmandutal. Wenn man noch Ausrüstung zum Trekking braucht kann man diese preisgünstig in Thamel erwerben.

8. Generelle Tipps für zukünftige Bewerber?
Nepal ist ein wundervolles Land mit tollen Menschen. Man sollte offen sein für eine andere Kultur.
Die Famulanten haben sich im Tropeninstitut auch über notwendige Impfungen aufklären lassen, wobei Nepal nicht als Risikogebiet zählt. Trotzdem haben sie sich mit allen Grundimpfungen eingedeckt (z. B. Typhus, Cholera, Hep.A, Hep.B, Japanische Enzephalitis, usw.). Nur im Süden von Nepal besteht eine leichte Malariagefahr. Das Gute ist, dass die meisten Krankenkassen für die Impfkosten aufkommen.
Des Weiteren sollte man lieber zu viel als zu wenig Spenden mitnehmen, da grade Verbrauchsgüter wie Anästhesie nicht zu knapp werden dürfen.

Ein Synonym für Monsun ist nicht ohne Grund Regenzeit. Der Monsun ist selbst für Südostasiatische Verhältnisse heftig, so fällt allein im August in Kathmandu so viel Regen wie in Münster in sechs Monaten – mit der Folge, dass wir mit Schimmel und Rost an Mützen, Jacken, Rucksäcken, Kulturbeuteln, Taschenmessern und Lupenbrillenclips zu kämpfen hatten. Dem Klimawandel sei Dank, nimmt nicht nur die Intensität zu sondern die starken Niederschläge treten auch immer später im Jahr noch auf.
Wer nicht mit der Gefahr leben möchte von einem Erdrutsch begraben zu werden sollte wirklich davon absehen in der Offseason einen Mehrwochentrek zu unternehmen.

Zum Abschluss…
„Wir haben in der Zeit der Famulatur am Hospital sehr viel gelernt und sehr gute Freunde gefunden.“
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Zweite Zusammenfassung

1. In welchem Land hast Du famuliert? Name und Kontaktdaten der Organisation?
Ort: Nepal, Kathmandu
Organisation und Kontakt:
Nepalmed e.V.
c/o Dr. Arne Drews
Straße des Friedens 27
D-04668 Grimma, Germany
Ansprechpartner in Deutschland:
Telefon: +49-3437-910329 (Praxis)
Telefax: +49-3437-910160
Email: nepalmed@gmx.de

2. Wie lange haben Deine Vorbereitungen in Anspruch genommen?
Der Flug wurde ca. drei Monate vorher gebucht. Die Unterkunft ergab sich erst ca. 1 ½ Monat vorher. Mit den Impfungen sollte rechtzeitig begonnen werden!

3. Wird ein Visum benötigt? Wenn ja, wie teuer?
Ja, es wird ein Touristenvisum für 90 Tage benötigt. Das kostet 100 US$. Es ist sinnvoll, sich dieses schon im Vorfeld zu besorgen, z.B. in der nepalesischen Botschaft in Berlin. Man entgeht damit langen Einreisezeiten.

4. Probleme mit Spenden und dem Zoll/der Fluggesellschaft? Tipps?
Hier gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Vielleicht bereist ihr vorher/nacher auch noch andere Länder.
Die Famulanten hatten keine Probleme. In jedem Fall vorher bei der Fluggeselllschaft nachfragen.

5. Welche Sprache(n) sind ein Muss? Gab es Übersetzer vor Ort?
Man sollte der englischen Sprache mächtig sein. Noch besser wäre natürlich Nepali. Die Nepalesen freuen sich riesig, wenn man etwas in ihrer Sprache sprechen kann. Die jungen Leute sprechen fast alle Englisch. Eine Verständigung ist also möglich.

6. Was waren deine Aufgaben in dem Projekt?
Die Famulantin durfte außer zu assistieren, auch Füllungen, Extraktionen, Anästhesien und Zahnreinigung selber machen. Die stomatologische Station in Kirtipur ist gut ausgestattet, auch wenn die Geräte schon etwas älter sind.

7. Wie viel Geld hast Du für welche Dinge ausgegeben (kurze Kostenübersicht)?
– 800 Euro Flug
– 340 $ Unterkunft mit Verpflegung für einen Monat
– 20 Cent für ein Busticket

8. Generelle Tipps für zukünftige Bewerber?
….dass man für eigentlich sehr kurze Distanzen sehr lange mit dem Bus braucht.

Zum Abschluss…
„Wir haben in der Zeit der Famulatur am Hospital sehr viel gelernt und sehr gute Freunde gefunden.“
„Ich bin froh, meine Liebe zum Reisen, dem Entdecken fremder Kulturen und Menschen, mit meinem späteren Beruf verknüpft zu haben.“