Erste Zusammenfassung (2019)
1. In welchem Land hast Du famuliert? Name und Kontaktdaten der Organisation?
Faculty of Medicine & Dentistry
School of Dentistry
5th Floor – 11405 – 87 Avenue NW
Edmonton, Alberta, Canada T6G 1C9
Tel.: 780 492 4474
www.ualberta.ca/school-of-dentistry
2. Wie lange haben Deine Vorbereitungen in Anspruch genommen?
– ca. 7 Monate vor Reisebeginn: Buchung Flug
– ca. 3 Monate vor Reisebeginn: E-Medical Untersuchung (ca. halben Tag einplanen)
– Visum beantragen (online, 20 min)
– ca. 2 Monate vor Reisebeginn: Unterkunft für die Orientierungswoche in Edmonton buchen
– ca. 2 Monate vor Reisebeginn: Transportmittel von Edmonton zur Satellitenklinik buchen (Bus, Flug oder Mietwagen)
– ca. 1 Monate vor Reisebeginn: Onlinekurse zum Datenschutz / Hygiene in Kanada belegen (ca. 1h 30min)
– Flughafentransfer vom Flughafen zur Unterkunft organisieren (Uber, Taxi, öffentliche Verkehrsmittel
3. Wird ein Visum benötigt? Wenn ja, wie teuer?
Die elektronische Einreisegenehmigung (eTA) kann man für 7,- Dollar online beantragen.
4. Probleme mit Spenden und dem Zoll/der Fluggesellschaft? Tipps?
Keine
5. Welche Sprache(n) sind ein Muss? Gab es Übersetzer vor Ort?
Englisch, keine Übersetzer vor Ort.
6. Was waren deine Aufgaben in dem Projekt?
Orientierungswoche in Edmonton:
– Einführung in die Hygienebestimmungen Kanadas
– Wiederholung der verschiedenen Anasthesieverfahren und Übungen zu diesen am Hühnchenschenkel im Simulationslabor
– Umgang mit Lupenbrillen und Arbeiten mit diesen im Simulationslabor
– Anfertigen einer Amalgamrestauration
– Anfertigen von Bissflügelaufnahmen und Einzelzahnfilmen am Phantomkopf
– Assistenz im klinischen Kurs der kanadischen Studenten
– Assistenz in der chirurgischen Abteilung
Aufgaben in den Satellitenkliniken:
– Kontrolluntersuchungen und Neuaufnahmen
– Zahnreinigungen
– selbständig Bissflügelaufnahmen und Zahnfilme anfertigen
– Amalgam-, Komposit- und Zementrestaurationen an Kindern und Erwachsenen
– Extraktionen (Kinder und Erwachsene)
– endodontische Behandlungen an Frontzähen und Prämolaren
– Stift-Stumpf-Aufbauten
– Relaxierungsschienen
– handschriftliche Dokumentation in Patientenakte
-> einfache Behandlungen (wie Füllungen, Kontrollen, Neuaufnahmen) meistens ohne Stuhlassistenz
7. Wie viel Geld hast Du für welche Dinge ausgegeben (kurze Kostenübersicht)?
– Flug: ca. 700€
– E-Medical Untersuchung: ca. 300€
– Unterkunft Orientierungswoche in Edmonton in Uninähe: ca. 100€ pro Person bei 4 Personen, Unterkunft für den Aufenthalt in Satellitenkliniken wird von der University of Alberta gestellt
– Mietwagen für 4 Wochen: 200€ pro Person bei 4 Personen
– Verpflegung:
– Tanken (sehr günstig): ca. 0,90€ pro Liter, allerdings große Distanzen (Edmonton à Mc Lennan ca. 500km, Edmonton à High Level ca. 800km)
– Wochenendausflug nach Banff / Jasper ca. 150-180€ pro Person, je nachdem in welcher Saison
8. Generelle Tipps für zukünftige Bewerber?
– Insektenspray für den Aufenthalt in den Satellitenkliniken à sehr viele Stechmücken
– unbedingt Mietwagen buchen, damit man am Wochenende Ausflüge unternehmen kann
– Mietwagen ausreichend versichern, v.a. Glasversicherung gegen Steinschläge à sehr schlechte Straßenverhältnisse in Alberta
– in Edmonton Uber anstatt öffentliche Verkehrsmittel à bei 4 Personen deutlich günstiger als öffentliche Verkehrsmittel
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Zweite Zusammenfassung:
1. In welchem Land hast Du famuliert? Name und Kontaktdaten der Organisation?
Melanie Deveault (Clinics Supervisor)
Telefon: 780-407-5576 / 780-718-1849
Email: deveault@ualberta.ca
Faculty of Medicine & Dentistry
School of Dentistry
Edmonton Clinic Health Academy
5th floor – 11405- 87 Avenue NW
Canada
2. Wie lange haben Deine Vorbereitungen in Anspruch genommen?
Im Januar haben die Famulanten begonnen den fünfwöchigen Aufenthalt in Kanada im Mai/Juni/Juli (1 Woche Einführung, 4 Wochen Famulatur) vorzubereiten.
3. Wird ein Visum benötigt? Wenn ja, wie teuer?
Die elektronische Einreisegenehmigung (eTA) kann man für 7,- Dollar online beantragen.
https://www.canada.ca/en/immigration-refugees-citizenship/services/visit-canada/eta/facts-de.html
4. Probleme mit Spenden und dem Zoll/der Fluggesellschaft? Tipps?
Hier gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Vielleicht bereist ihr vorher/nacher auch noch andere Länder.
Die Famulanten hatten keine Probleme.
In jedem Fall vorher bei der Fluggeselllschaft nachfragen.
5. Welche Sprache(n) sind ein Muss? Gab es Übersetzer vor Ort?
Es wird Englisch und in La Crete „Low German“ gesprochen.
Es kann hilfreich sein sich für den Aufenthalt ein „Dental Dictionary“ mit zahnmedizinischen Fachbegriffen auszuleihen.
6. Was waren deine Aufgaben in dem Projekt?
Jeden Tag haben die Famulanten von 8.30-17 Uhr vier Patienten behandelt, wobei jedem Studenten eine eigene Behandlungseinheit zur Verfügung stand und eine freundliche Rezeptionistin das Einbestellen der Patienten übernahm. Wir die Famulanten einige Befunde erhoben und viele Zahnreinigungen und Röntgenbilder gemacht. Der Schwerpunkt lag aber auf der Füllungstherapie, wobei in Kanada noch viel Amalgam verwendet wird. Durch schlechte Mundhygiene und zuckerhaltige Ernährung haben viele Patienten große kariöse Läsionen, sodass teilweise eine Pulpotomie mit Stahlkrone an Kindern oder Pins zur Unterstützung der Höcker großer Füllungen nötig sind. Da zahnmedizinische Leistungen in Kanada sehr teuer sind, werden leider recht viele Zähne extrahiert, die in Deutschland durch eine Wurzelkanalbehandlung erhalten werden könnten.
Der Aufenthalt in Edmonton begann mit einer Einführungswoche in der University of Alberta. Hier durften wir den kanadischen Studenten bei ihren Behandlungen assistieren. Wir hospitierten bei Komposit- und Amalgamfüllungen, Zahnextraktionen und sogar beim chirurgischen Einbringen von Implantaten. Außerdem hörten wir einige Vorlesungen zu den Hygienevorschriften und Ergonomie, nahmen am Spritzenkurs des zweiten Studienjahres teil, übten verschiedene Röntgentechniken am Phantomkopf und durften das Arbeiten mit Lupenbrillen kennenlernen. Danach haben wir einen Monat an einer Satellitenklinik in McLennan selber Patienten behandelt. Pro Tag standen 4 Behandlungen auf dem Plan, welche von Schmerz- bis Wurzelkanalbehandlung, Zahnextraktionen und Behandlung von Kindern die komplette Bandbreite des zahnmedizinischen Behandlungsspektrums abdeckte.
7. Wie viel Geld hast Du für welche Dinge ausgegeben (kurze Kostenübersicht)?
8. Generelle Tipps für zukünftige Bewerber?
Es ist immer sehr hilfreich, wenn man sich frühzeitig informiert und sich mit Leuten in Verbindung setzt, die bereits an dem Programm teilgenommen haben, da man von den Erfahrungen profitiert und viele hilfreiche Tipps bekommen kann.
Wir würden jedem Bewerber empfehlen ein Auto zu leihen um selbstständig am Wochenende die Nationalparks zu erkunden und die Natur zu genießen.
Zum Abschluss…
„Insgesamt war es eine großartige Erfahrung, bei der man nicht nur in zahnmedizinischer Richtung sicherer und schneller geworden ist, sondern bei der man auch die Natur, die Kultur und die Leute kennenlernen durfte.“