Kenia

Kenia

Das Wichtigste auf einen Blick – Infos zu Kenia

1. In welchem Land hast Du famuliert? Name und Kontaktdaten der Organisation?
Ort: Kenia
Organisation und Kontakt:
Dentists for Africa e.V.
Belvederer Allee 25, 99424 Weimar
www.dentists-for-africa.de
E-Mail: info@dentists-for-africa.org
Tel.: 03634-9048590

2. Wie lange haben Deine Vorbereitungen in Anspruch genommen?

Vorbereitungen: insgesamt 4-5 Monate, Ca. 10 Monate vom ersten Kontakt mit Dentists for Africa bis zum Abflug. 3 Monate vorher haben wir alles Weitere organisiert wie Flüge, Impfungen, Auslandskrankenversicherung und Spenden

Impfungen: Gelbfieber, Tollwut, Hep A, Meningokokken, Thypus, Cholera (Kosten hat bei uns die Techniker Krankenkasse übernommen)

Versicherung: Die Famulanten schlossen privat eine Berufshaftpflichtversicherung und Reiserücktrittsversicherung ab, die auch im Ausland gilt und sie hatten die Möglichkeit über Dentists for Africa eine Berufsunfallversicherung (12€ pro angebrochenen Monat) für den Aufenthalt abzuschließen. Über eine Auslandskrankenversicherung verfügten sie schon zuvor.

Flug und Transfer: Flüge buchten die Famulanten über Air France. Für den Einsatzort Kisii empfiehlt sich ein weiterer Inlandsflug von Nairobi nach Kisumu. Dort wurden sie von einer Schwester persönlich abgeholt.

Unterkunft: Die Famulanten wohnten im Gästehaus auf dem Krankenhausgelände. Sie mussten sich dort um nichts selber kümmern. Dentists for Africa reservierte dies für uns im gewünschten Zeitraum. Kosten: 1000 KES pro Tag

3. Wird ein Visum benötigt? Wenn ja, wie teuer?
Ja. Visum kann bei der Einreise erworben werden und kostet 50 US$.

4. Probleme mit Spenden und dem Zoll/der Fluggesellschaft? Tipps?
Hier gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Vielleicht bereist ihr vorher/nacher auch noch andere Länder.
Jedem stehen bei KLM/ Kenya Airways 2x 23kg Gepäck und 1x12kg Handgepäck zu.
So nutzten die Famulanten je ein Gepäckstück für sich selbst und eins für Spenden. Die Famulanten haben keinen Zoll angemeldet, sondern reisten mit einer Spendenurkunde von Dentists for Africa und einer Liste der Materialspenden. Am Zoll fragte man nach Geschenken. Die Famulanten öffneten daraufhin einen Kleidungskoffer, indem sie kleine Seifen und Parfüms als Gastgeschenke verpackt hatten. Der Zoll wollte keinen weiteren Koffer sehen. Es empfiehlt sich also sehr ein paar Geschenke im Kleidungskoffer zu transportieren, um diese zeigen zu können.
In jedem Fall vorher bei der Fluggeselllschaft nachfragen.

5. Welche Sprache(n) sind ein Muss? Gab es Übersetzer vor Ort?
Englisch muss man beherrschen. Die Verständigung mit allen Mitarbeitern und Schwestern auf Englisch funktioniert sehr gut. Viele Einheimische sprechen allerdings nur wenig Englisch. Alle Mitarbeiter haben immer gerne für die Famulanten Kiswahili übersetzt, aber es ist durchaus sinnvoll einige wichtige Wörter Kiswahili selbst zu lernen.

6. Was waren deine Aufgaben in dem Projekt?
Durch die Zusammenarbeit mit Dentists for Africa ist die Zahnstation super ausgestattet. Die meisten Materialien sind aus Deutschland und waren den Famulanten aus der Uni bekannt. Es gibt in Kisii auch einen Ultraschallscaler, einen Apex-Locator und ein digitales Röntgengerät für Zahnfilme. Außerdem gibt es ein kleines zahntechnisches Labor. Zu den Aufgaben gehörten Aufklärung, Diagnosestellung, Füllungen, Fissurenversiegelungen, Wurzelkanalbehandlungen, PZRs, Extraktionen und die Teilnahmen an mobilen Einsätzen z.B. in Schulen.

7. Wie viel Geld hast Du für welche Dinge ausgegeben (kurze Kostenübersicht)?
Anmeldung ZAD 65 Euro

Reiserücktrittversicherung ca. 150 Euro zu zweit

Flug ca. 700 Euro

Unterkunft + Verpflegung 1000 KES pro Tag (1Euro ≈ 124 KES)

Mitgliedbeitrag 25 Euro

Berufsunfallversicherung für 2 Monate 24 Euro (12€ pro angebrochenen Monat)

Privat gebuchte Safari 9 Tage zum Ende ca. 1800 Euro

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Insgesamt ca. 2500€. Flüge ca. 500€, Unterkunft im Guesthouse inklusive Verpflegung pro Tag 10€, Unterkunft auf Reisen zwischen 15-35€ pro Person über AirBnB und booking.com, Restaurantpreise je nach Gebiet günstiger oder ähnlich europäischer Preise (z.B. Pizza 8€, Seafoof 20-35€, Wasser 1,50€)

8. Generelle Tipps für zukünftige Bewerber?

Das solltet ihr euch vorher anschaffen/ mitnehmen:
Stirnlampe für mobile Einsätze, eigenes Desinfektionsmittel und Schutzkleidung, Moskitonetz + Mückenschutzmittel, (Hüttenschlafsack), umfangreiche Reiseapotheke, Taschenlampe für Stromausfälle, Teebeutel für Kräuter- oder Früchteteefans, Kaffeepulver und Filter für Kaffeefans, kleines scharfes Küchenmesser, Reiseadapter, gute Powerbanks und ggf. Mehrfachsteckerleiste (wenige Steckdosen), Packbeutel (Plastiktütenverbot in Kenia).

Wundert euch nicht über sehr schlechte Straßenverhältnisse. Wer schnell reisekrank wird, sollte sich überlegen, ob er nach Kenia möchte. Kisii liegt ziemlich ländlich und ist daher nicht wie Nairobi mit guten Straßen, Ampeln und Fußgängerwegen ausgestattet. Nackenhörnchen ist zum Abfedern der Hubbel empfehlenswert, vor allem auf Safari.

Bevor ihr euren Aufenthalt plant, fragt nach den Schulferienzeiten in Kenia. Haben die Kinder Ferien, ist kein Schulbesuch möglich und das solltet ihr euch nicht entgehen lassen.

Dentists for Africa wird euch einen super ausführlichen Leitfaden zu Verfügung stellen. Da steht wirklich alles erdenklich wichtige drin.

Zum Abschluss…
„Wir hatten eine wirklich unvergesslich schöne Zeit in Kenia. Die Kenianer sind immer offen und herzlich zu uns gewesen.“

„Wenn du das hier liest und überlegst, eine Famulatur zu machen – tu es! Wir sind nach sechs Wochen Kenia sehr glücklich und voller neuer Erfahrungen wiedergekommen.“